Welcher Hochzeitsfotograf ist der Richtige für uns?

Ihr wollt also heiraten und sucht noch einen Hochzeitsfotografen? Das ist manchmal eine langwierige Angelegenheit. Zumindest für die zukünftigen Bräute. Denn oft wird diese Aufgabe den Frauen auferlegt. Denn das ist doch nichts für Männer, stimmt´s? Nein, das stimmt nicht. Das sollte für den Mann genauso wichtig sein. Es ist ja schließlich eure Hochzeit. Denn wenn ein Hochzeitsfotograf den ganzen Tag mit dem Brautpaar verbringt, dann muss einfach alles passen. Sonst wird es keine tolle Hochzeitsreportage.

 

Die Suche

Also beginnt jetzt die Suche. Das wahrscheinlich meistbenutzte Instrument ist natürlich Google. Aber auch hier gibt es einiges zu beachten. Z.B. wenn ihr eure Hochzeit in Hannover feiern wollt, dann wäre wahrscheinlich einer der Suchbegriffe „Hochzeitsfotograf Hannover“ oder auch „Fotograf Hochzeit Hannover“ richtig. Stimmt schon, aber vielleicht ist euer „Hochzeitsfotograf in Bielefeld oder Hamburg“. Versucht also die Suche nicht ganz so vom Ort einzuschränken und guckt auch mal in den nächst näheren Städten nach. Gute Hochzeitsfotografen sind meist in ganz Deutschland unterwegs. Und wenn euer Hochzeitsfotograf evtl. auch ein wenig weiter entfernt sein sollte, dann sind in der Regel die Reisekosten zu vernachlässigen.

Ein weiterer Tipp wäre, dass ihr gleich die Bildersuche verwendet. Hier seht ihr gleich schon einige Beispielbilder zum jeweiligen Fotografen.

Es gibt auch einige interessante Portale, wie z.B. Mywed, WeddingArtists oder WeddingUnicorns. Hier werden Fotografen aufgenommen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Natürlich nicht immer ein Indiz für beste Hochzeitsbilder, aber schon mal ein erster Filter bei eurer Suche.

Am besten ist natürlich, wenn ihr auf einer Hochzeit wart, auf der auch ein Hochzeitsfotograf ganz tolle Hochzeitsbilder gemacht hat, der euch auch sympathisch gewesen ist. In dem Fall solltet ihr euch mit dem befreundeten Brautpaar kurzschließen und fragen, ob es auch mit dem Fotografen zufrieden gewesen ist. Wenn ja, dann ran an den Speck und Termin für ein Vorgespräch vereinbaren.

 

Die Internetpräsenz des Fotografen

Da es um Hochzeitsbilder geht, wird auch das erste, was ihr auf einer Seite eines Hochzeitsfotografen erblickt, ein oder mehrere Bilder sein. Eigentlich merkt ihr schon in den ersten Sekunden, ob es sich für euch lohnt eure Zeit in diese Webseite zu investieren. Wenn die ersten Hochzeitsbilder und die Webseite euch ansprechen, dann seid herzlich Willkommen.

Folgende Reihenfolge hat sich über Jahre bewährt:

Die Galerie: Die Galerie eines Hochzeitsfotografen ist wie ein Gefäß Potpourri. Also eine gute Auswahl an Bildern von verschiedenen Hochzeiten. Es sind meist die Lieblingsbilder des Fotografen. Hier könnt ihr sehen, ob der Stil euch gefällt. Dann natürlich auch, wie die abgebildeten Brautpaare auf den Bildern wirken. Fühlen sie sich wohl, sind die Portraits natürlich, kreativ oder intim? Wenn es euch weiter zusagt, dann guckt euch einfach die Bilder der Hochzeitsreportage an. Fesseln sie euch? Wecken die Bilder Emotionen in euch? Könnt ihr euch vorstellen, dass es eure Bilder sein könnten? Wenn ja, dann weiter gucken.

Für euch sollte die Galerie nur ein erster Anhaltspunkt sein, ob die Bilder euren Geschmack treffen.

Der Blog: Der nächste Schritt wäre der Blog: Kann der Fotograf in seinem Blog auch tatsächlich überzeugen? Hier werden nämlich einzelne Hochzeiten gezeigt. Um eine ordentliche Aussage über die Hochzeit und das Können des Fotografen zu machen, sollten hier zwischen 40 und 60 Bilder gezeigt werden.

Das Treffen: Wenn ihr noch Zweifel habt, dann lasst euch beim Vorgespräch einfach mal eine komplette Hochzeit zeigen. Ein guter Hochzeitsfotograf hat da auf jeden Fall die eine oder andere Hochzeitsreportage, die gezeigt werden darf.

 

ACHTUNG!

Zwei wichtige Punkte, die ich euch ans Herz legen würde.

Punkt eins:

Zur Zeit sind bei einigen Fotografen sogenannte „Styled Shoots“ oder Bilder aus einem Workshop stark in Mode. Bei den Styled Shoots werden unter besten Bedingungen Hochzeiten, bzw. Shootings nachgestellt und haben nichts mit echten Hochzeiten zu tun. Dazu treffen sich Hochzeitsfotograf, gestyltes Brautpaar, eine Dekotante, ein Brautkleid-Mode-Geschäft und noch ein paar andere Dienstleister an einer ganz tollen Location. Diese Shootings sind im Grunde genommen nichts schlimmes, da man hier inspiriert werden kann. Diese Bilder werden aber dann oft als richtige Hochzeiten verkauft und dargestellt. Natürlich sieht das Pärchen top aus. Natürlich, hübsch, gucken immer wie Models (weil es auch meistens ausgewählte Paare oder richtige Models sind) und das Licht ist immer perfekt.

Auch Bilder aus Hochzeitsfotografie-Workshops werden oft als richtige Hochzeiten dargestellt.

Wie gesagt, es ist nicht schlimm, wenn man solche Shootings macht und zeigt, oder auch einen Workshop besucht und diese Bilder zeigt. Das sollte nur immer gekennzeichnet werden, da es mit realen Hochzeiten nichts zu tun hat.

Darauf solltet ihr einfach achten und den Fotografen fragen, ob es auch ein richtiges Pärchen ist oder nicht.

Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig, denn ihr wollt wissen, ob eure Hochzeitsbilder auch so aussehen könnten, und unter realen Bedingungen ist es nicht immer optimal. Das Licht ist evtl. sehr schlecht, das Wetter schlägt auf einmal um, das Brautpaar wird auf einmal sehr nervös, die Zeit ist sehr knapp bemessen. Viele Entscheidungen und Fragen beschäftigen einen guten Fotografen: trifft man als Hochzeitsfotograf die richtige Entscheidung, ist das Motiv ansprechend?, was passiert wenn es regnen sollte? Und natürlich immer ein enormer Druck, gerade jetzt nicht versagen zu dürfen.

Bei realen Hochzeiten sind es große Herausforderungen an die Hochzeitsfotografen. Denn nur hier zeigt sich, wer solchen Situationen gewachsen ist und wer nicht.

Also, im Zweifel immer nachfragen.

Punkt zwei.

Ist der Preis für den Fotografen wichtig? Für die meisten Brautpaare ist das sehr wichtig.

Nun gibt es, wie auch fast überall, große Unterschiede. Nicht nur, ob es ein „guter“ oder „schlechter“ Fotograf ist (diese Aussage ist manchmal subjektiv, daher trifft die Entscheidung jedes Brautpaar für sich selbst).

Ich beschreibe das mal so…

Es gibt einen Fiat Panda, VW-Golf eine S-Klasse oder auch einen Bentley. Mit allen kommt man von A nach B. Die Frage ist hier: wie wird man da ankommen?

Stellt euch die Frage, was ihr bei eurer Hochzeitsreportage wünscht.
Sind ein paar nette Erinnerungen und Schnappschüsse ausreichend für euch? Denn es gibt genug Brautpaare, die auf künstlerische und kreative Bilder keinen großen Wert legen. Was ja auch nicht schlimm ist. Jeder hat andere Sachen, die für ihn wichtiger sind. In diesem Fall kann ein Hobbyfotograf oder der Fotograf von nebenan mit einem günstigen Shooting-Paket die richtige Wahl sein.

„Aber wir wollen keine Standardbilder, kreativ und voller Emotionen sollen sie sein“. Dann ist ein Hobbyfotograf nicht gerade die richtige Wahl. Da muss ein Profi her.

Das Thema Preise und welcher Fotograf gut oder weniger gut ist, ist ein sehr schwieriges Thema. Aber in den meisten Fällen regelt der Preis das Ergebnis eurer Hochzeitsbilder.

Aber natürlich gibt es auch wenige Ausnahmen. Es gibt günstige Neueinsteiger, die Feuer und Flamme für die Hochzeitsfotografie sind und tolle Ergebnisse abliefern werden.

 

Die Kompetenz

Wenn es darum geht, bei einer Hochzeit Herr aller Dinge zu sein, dann ist die Kompetenz und die Erfahrung unbezahlbar.

  • Unvorhergesehene Dinge passieren auch den besten Planern. Hier richtig und schnell zu reagieren ist sehr wichtig.
  • Viele Hochzeitsgäste, viel Emotionen und großes durcheinander. Ein routinierter Fotograf hat alles im Blick.
  • Situationen richtig abschätzen. Bilder um jeden Preis? Auf keinen Fall. Ein erfahrener Fotograf muss wissen, wann fotografiert werden kann, und wann man besser nicht auf den Auslöser drückt. Hier muss man das richtige Gespür haben.

 

Finale

Viele Stunden am Computer und unzählige Hochzeitsbilder später, seid ihr soweit. Ihr habt Telefonate geführt, Emails geschrieben und das eine oder andere persönliche Gespräch geführt.

Wenn ihr euch relativ sicher seid, dann belasst es dabei. Weitere und vor allem unnötige Gespräche können euch zusätzlich verunsichern und möglicherweise ist dann der Wunschfotograf nicht mehr verfügbar.

Daher lasst einfach euren Bauch entscheiden. Wenn die Preissache und die jeweiligen Leistungen geklärt wurden, dann ist das der beste Ratschlag. Der Bauch weiß oft besser, was für einen gut ist.

Bei wem habt ihr euch am wohlsten gefühlt? Wer ist auf euch richtig eingegangen? Wer interessiert sich für eure Wünsche und Vorstellungen? Wer war flexibel bei Zeitgestaltung für das Porträt-Shooting? Gibt es evtl. gute Tipps vom Fotografen?

Wenn ihr eure Entscheidung gefällt habt, dann solltet ihr zügig Kontakt aufnehmen und für die Buchung eures Fotografen alles besprechen.

Jetzt bin ich mit meinen Ratschlägen am Ende und hoffe, dass ich euch ein wenig Licht ins dunkle bringen konnte.

Das alles ist natürlich kein Patentrezept, aber vielleicht eine kleine Hilfe für Suchende und Unentschlossene.

Solltet ihr Fragen oder auch Anregungen haben, dann meldet euch gerne bei mir. Ich freue mich auf euch.

Ich bin Georg, bin Hochzeitsfotograf aus Herford und Bielefeld und freue mich sehr auf euch.

P.S. ihr habt wahrscheinlich gemerkt, dass ich hier nicht in der „Sie“ Form schreibe. Sollte das den einen oder anderen irritieren, dann bitte ich um Entschuldigung. Aber für mich und für meine Brautpaare war das bis jetzt sehr hilfreich. Die Distanz zwischen einem wird somit schneller minimiert und es erleichtert vieles.